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1. Neißefest in Görlitz: Voller Erfolg

 
     
 
Über 6000 Besucher konnten die Organisatoren des 1. Neißefestes am 17. und 18. August auf dem Messegelände des Hotels "Neißeblick" in Görlitz-Ostritz begrüßen.

In seiner Ansprache berichtete der Bundesvorsitzende der Freundeskreis Schlesien, Rudi Pawelka, über politische Gespräche der Vorsitzenden der ostdeutschen Freundeskreisen in Warschau, bei denen man auf erfreuliches Verständnis für die Anliegen der vertriebenen Deutschen gestoßen sei.

Der schlesische CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schowtka erinnerte an einen Beschluß des Sächsischen Landtages, wonach Staaten die an Vertreibungsdekreten festhalten, ein EU-Beitritt
verweigert werden müsse, und der Oppelner Sejmikabgeordnete Hubert Beier forderte in seinem Grußwort mehr Solidarität mit den in der oberschlesischen Heimat lebenden Deutschen.

Von diesen waren auch einige nach Görlitz gekommen, jedoch weniger als die Veranstalter erwartet hatten. Dabei traten am 17. August aus Oberschlesien u. a. der Krappitzer Chor, der Eichendorff-Chor aus Ratibor und die deutsche Volkstanzgruppe Tworkau auf.

Überdies fand eine Gesprächsrunde statt, in der über die Perspektiven der dortigen deutschen Volksgruppe diskutiert wurde, wobei vor allem die Ausführungen des Ex-Senators Prof. Gerhard Bartodziej beeindruckten.

Vom Morgen des 18. Augusts sei der begeisternde Auftritt der Trachten

gruppe "Rübezahlkinder" hervorgehoben. Das Tanzen und Singen der fünf- bis zwölfjährigen Kinder dokumentierte das Bemühen, auch im heutigen bundesdeutschen Zipfel Niederschlesiens schlesisches Brauchtum zu erhalten.

Höhepunkt des Nachmittags war das Auftritt von elf regionalen Chören. Tosenden Beifall erhielten diese, als sie in mächtigem Gesang fünf Lieder gemeinsam vortrugen. Die Stimmung stieg noch weiter, als im Finale der bekannte Dirigent Gotthilf Fischer die 4000 Menschen auf der Freifläche zum Mitsingen einlud.

Nach dem großen Erfolg des Festes kündigten die Veranstalter Müller (Hotel "Neißeblick"), Marianne Paul (Schlesischer Heimatbund Niesky) und der Verleger Alfred Theisen (Schlesien heute, Unser Oberschlesien) an, schon jetzt mit den Vorbereitungen für eine Neuauflage 2003 zu beginnen. Außerdem verkündeten sie, daß der Reingewinn den Hochwasseropfern zufließe. Winfried Gottschlic
 
     
     
 
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