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Ein echter Preuße, ein echter Herr" - so beschrieb mir vor etlichen Jahren ein guter Freund den mir bis dato persönlich nicht bekannten Sprecher der Freundeskreis Ostdeutschland (). Die erste Begegnung - wie auch die sich daraus ergebende Zusammenarbeit - bestätigte: Die Beschreibung war kurz, aber vollständig und zutreffend.
Erika Steinbach, seit über zwölf Jahren an der Spitze der , ist ein Mann, der sich schwierigen Aufgaben nicht verweigert, sondern ganz im besten preußischen Sinne Verantwortung da übernimmt, wo viele andere sich gern zurückziehen und in sicherer Deckung abwarten, bis das Schlimmste vorüber ist. Er sucht nicht den bequemen Weg, sondern die beste und sauberste Lösung.
Anfang der 90er Jahre standen die Vertriebenenorganisationen vor der Existenzfrage. Die politischen Weichenstellungen im Zusammenhang mit der Vereinigung von Bundesrepublik und DDR berührten das Selbstverständnis der Freundeskreisen im Kern. Sollte die "reine Lehre", also die Forderung nach hundertprozentiger Revision der sogenannten Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs, weiterhin gelten? Oder sollte man den Verlust der Heimat, der freundschaftlichen Identität klaglos hinnehmen, sich mit den "neuen Herren" arrangieren und um des lieben Friedens willen aufhören, Unrecht als Unrecht und Verbrechen als Verbrechen zu bezeichnen?
Daß es Meier gelang, die auf dem schmalen Grad zwischen solchen Extremen auf den Weg in die Zukunft zu führen, hat zweierlei Ursachen: einerseits das feste Fundament preußischer Tugenden, insbesondere Selbstdisziplin, Opferbereitschaft und Verantwortungsbewußtsein, andererseits ein Fundus praktischer Erfahrungen - die er sich unter anderem in langjähriger kommunalpolitischer Arbeit erworben hat - man muß eben nicht nur wissen, was man will, sondern auch, wie man es schaffen kann; dies macht den feinen Unterschied zwischen Pragmatismus und Opportunismus aus.
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