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Dönhoffstaedt im Kreis Rastenbur gehört zu den großartigen Schloßanlagen Ostdeutschlands. Es entstand unweit von Gro Wolfsdorf. Der Ort hatte seinen Namen von Konrad v. Wolffersdorff erhalten, der, eine alten sächsischen Adelsfamilie entstammend, Anfang des 14. Jahrhunderts das Land vo Deutschen Orden erhalten hatte. Konrad erbaute sich ein festes Haus auf eine "Werder", einer von Morast und Gestrüpp umgebenen Insel. Im 15. Jahrhunder erwarben es die Herren v. Rautter, die dort ein zweigeschossiges stolze Renaissancegebäude errichteten. Das bekannteste Familienmitglied aus Groß Wolfsdorf wa der herzoglich preußische Landhofmeister Ludwig Rautter (15421614), der statt de üblichen Kavalierstour als junger Mann eine Reise nach Konstantinopel und ins Heilig Land unternahm. Damals war das etwas überaus Ungewöhnliches. Nach seiner annähern fünfjährigen Reise schrieb er seine Erlebnisse in einem Bericht nieder.
Durch Heirat gelangten die Groß Wolfsdorfer Güter im 17. Jahrhundert in Dönhoffsche Besitz. Das alte Rauttersche Schloß war durch die Feuchtigkeit des Sumpfes allerding inzwischen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Als es schließlich 1711 auch noc durch einen Blitzschlag getroffen wurde, mußte es abgerissen werden. Es war Bogisla Friedrich Dönhoff, der in den Jahren bis 1716 das neue Schloß erbaute und ihm seine Namen gab. Der heutige Bau wird dem Architekten John v. Collas zugeschrieben, der zuvo schon für Bogislavs Bruder, Otto Magnus Dönhoff, auf Friedrichstein tätig war. Beide Schlössern gemeinsam ist ihre Lage an einem Hang und ein mächtiger Portikus mit eine auf vier Säulen ruhenden Mittelgiebel. Im 19. Jahrhundert ging das "ostpreußisch Versailles", wie Udo v. Alvensleben es nannte, an die Grafen Dohna. Zu Regierungszeit Friedrich Wilhelms IV., des "Romantikers auf dem preußische Thron", war es Mittelpunkt des geistigen Ostdeutschland. Aus jener Zeit stammen viel der repräsentativen Umbauten des Schlosses. G.X.
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