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Preußen

 
     
 
Preußen war ehemals das größte deutsche Land im alten Deutschen Reich und seine Bewohner nannten sich meist stolz „Preußen“ und verstanden sich als staatstragendes Volk. Der Staat Preußen als solcher bestand genau nur in der Zeit von 1701-1945, als durch Kontrollratsbeschluss der Name getilgt und das Land aufgeteilt wurde. Der Vorgängerstaat war das Kurfürstentum Brandenburg, das 1701 von Friedrich I., dem Sohn des Großen Kurfürsten, in Königsberg zum Königreich erklärt wurde. Dem jungen Staat war ein beispielloser Aufstieg beschieden, stets begleitet von expansiven Kriegen, aber auch von Käufen, Diplomatie und Heiratspolitik. Die große Klammer, unter der all die verschiedenen preußischen Gebietsteile in Deutschland zusammengefasst wurden, war die Hohenzollerndynastie. Selbst die Niederlage Preußens in napoleonischer Zeit und die Besetzung des Landes durch die Franzosen, konnte den Aufstieg zwar unterbrechen, aber nicht stoppen. Die Erhebung des preußischen Königs zum deutschen Kaiser 1871 führte Preußen zu seinem Zenith. Der tiefe Fall kam 1918, als nach dem verlorenen Krieg die Dynastie der Hohenzollern endgültig beendet wurde. Bis 1945 jedoch bestand das Land Preußen als flächengrößtes deutsches Land weiter. Seit dieser Zeit sind Teile des alten Preußen in zahlreichen deutschen Bundesländern aufgegangen oder sind nun innerhalb polnischer, russischer französischer und belgischer Grenzen enthalten.
 
     
     
 
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