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Baggara

 
     
 
Der Name Baggara bedeutet „Rinderzüchter“, ist jedoch der Name zweier verschiedener Völkerschaften. Die Baggara (Bakkara, Baqqara) sind islamisierte, arabisch sprechende Rindernomaden im Savannengürtel zwischen Weißem Nil und Tschadsee mit rund 700 000 Angehörigen, die aus diesem Gebiet die alteingesessenen Sudan-Afrikaner verdrängt haben. Im 19. Jahrhundert waren sie stark an den Sklavenjagden und am Sklavenhandel beteiligt. Heute ziehen sie mit ihren Rinder-, Schafund Ziegenherden durch die Savanne, wobei Milch und Milchprodukte ihre Grundnahrungsmittel darstellen. Der Name Baggara dient jedoch auch als Sammelbezeichnung für eine Reihe sudanarabischer Stämme, die teilweise stark mit afrikanischen Elementen vermischt sind, sudanarabische Sprachen sprechen und meist sunnitische Muslime sind. Diese Stämme, die vielfach schon endgültig sesshaft geworden sind, leben ebenfalls zwischen Nil und Tschadsee und sind entweder Bürger des Staates Sudan oder seiner westlichen Nachbarn. Insgesamt wird die Bevölkerung dieser Baggara-Gemeinschaften auf rund 5 Millionen geschätzt und umfasst folgende Stämme: Ahamda, Aulad Himeid, Batahin, Beni Gerar, Beni Helba, Dar Hamid, Husseinat, Hauasma, Hawawir, Kababisch, Kawachla, Kenana, Messirija Humr, Messirija Zurug, Rizeigat, Rufaa, Schukrija, Selim, Taaischa, Tundjer/Tungur und auch die beiden nichtarabisierten Stämme Meidob und Zaghawa.
 
     
     
 
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