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Bildband über Trakehnen heute

 
     
 
Karg, ärmlich, ungemütlich, so präsentiert sich Jasnaja Poljana in der Fotoreportage "Eine Winterreise nach Trakehnen" und trotzdem üben alle Bilder eine magische Anziehungskraft aus. Jene geht jedoch nicht so sehr von den Geschichten der Gegenwart, sondern von dem noch immer durch die Fotos spürbaren Glanz vergangener Tage aus. Denn was sich heute Jasnaja Poljana nennt, war einst als Trakehnen, "Heiligtum der Pferde", bekannt. Noch immer weht der "Mythos
Trakehnen" durch die verlassenen Stallungen, in Teilen des verfallenen Schloßgebäudes ist eine Schule untergebracht.

In ungewöhnlich melancholischen Bildern vermittelt der Fotograf Jacques Troffi einen Eindruck von dem fast vergessenen Ort Trakehnen. Seine Winterreise machte er allerdings schon 1993 und der Bildtext weist darauf hin, daß sich inzwischen so einiges geändert hat. So wurde das hier noch im traurigen Zustand gezeigte Landgestüt Georgenburg im Jahr 2000 von einem russischen Ölmultimillionär erworben und in Rekordzeit renoviert. Da Troffi bedauerlicherweise jetzt erst die Möglichkeit zur Veröffentlichung seiner einmaligen Bilder erhalten hat, ist die Aktualität zwar nicht mehr ganz gegeben, doch die aus den Aufnahmen sprechende befremdende Schönheit des für seine einmaligen Pferde bekannten Ortes ist ästhetisch zu sehen.

Die Texte von Astrid Velsen-Zerweck treffen die Stimmung der Fotos. Sensibel schafft sie eine Brücke zwischen den heutigen und einstigen Bewohner, erinnert an Trakehnens glorreiche Zeiten und nennt dessen prominenteste Bewohner Tempelhüter, Abglanz, Gunnar, Hansakapitän, Totilas, Lateran und Pregel, die bedeutenden Vererber-Hengste, die in einer eigenen luxuriösen "Sommerresidenz" verweilten.

"Eine Winterreise nach Trakehnen" erzählt ein wahres Märchen einer verwunschenen Schönen, die bis heute darauf wartet, wachgeküßt zu werden. Fritz Hegelmann

Astrid von Velsen-Zerweck, Jacques Toffi: "Eine Winterreise nach Trakehnen", G. Korff & Toffi, Hamburg 2003, Hardcover, zahlr. Abb., 152 Seiten, 15 Euro
 
     
     
 
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