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Es dunkelt schon in der Heide

 
     
 
Masuren ist in der heutigen Zeit sehr gefragt. Viele sprechen darüber. Manche machen dort Urlaub. So ist es nicht verwunderlich, daß auch das Ostheim in Bad Pyrmont das letzte Adventsseminar unter das Motto "Masuren" stellte. Das Seminar war schnell ausgebucht. Masuren ist für Vorträge und Diskussionen ein weites Feld. Dem Veranstalter war es aber gelungen, ein buntes Programm zusammenzustellen, welches für jeden Teilnehmer etwas vorsah. Seminarleiter Gerd Bandilla konnte bei der Begrüßung feststellen, daß jeder der Teilnehmer im Laufe der letzen Jahre mindestens schon einmal in Masuren war. Bereits am ersten Abend beeindruckte Hans-Jürgen Preuß mit seinem Vortrag "Es leuchten tausend Seen in meinem Heimatland". Am nächsten morgen referierte Dr. Andreas Kossert, der Verfasser des neusten Masurenbuches, über die Geschich- te Masurens. Es liegt auf der Hand, daß gerade die neuste Geschichte Masurens von den Polen und den Deutschen unterschiedlich gesehen wird, was zu einer lebhaften Diskussion unter den Teilnehmern führte. Die Geschichte Masurens ergänzte Hans-Egon Skopnik mit seinem umfangreichen Vortrag über den Tatarenfall in Ostdeutschland. Er zeigte Parallelen zwischen dem Tatareneinfall und den Ereignissen des Jahres 1945 auf. Interessant war auch der Vortrag von Burghard Ollech über die Sprache Masurens. Wenn auch einige Teilnehmer damit nicht einverstanden waren, so bleibt doch die Tatsache, daß das Masurische ein altpolnischer Dialekt mit vielen Germanismen war. Leider spricht heute kaum noch jemand masurisch. Zwei Seminarteilnehmer haben es übernommen, masurische Wörter zu sammeln und darüber ein Verzeichnis zu erstellen. Der Abend wurde von Werner Müller gestaltet. Ihr Thema hieß "Es dunkelt schon in der Heide." Nach den "trockenen" Themen des Tages war das etwas fürs Gemüt. Familie Winkler hatte die Teilnehmer mit Glühwein und Keksen an adventlicht geschmückten Tischen überrascht. Am letzten Tag ließ Werner Müller allerdings wegen angeschlagener Stimme ihren Vortrag "Die Dichter Masurens" von Herrn Preuß verlesen. Aber auch so gab es natürlich viel Applaus. Ein Höhepunkt des Seminars
war der Vortrag von Jan Cymcyk. Er sprach über das "Reiseland Masuren - heute". Mit Herrn Cymcyk hatte das Ostheim einen kompetenten Referenten gefunden. Er war dafür eigens aus Allenstein angereist. Cymcyk ist als Deutscher Leiter der Touristik-Abteilung im Marschallamt der Wojewodschaft Allenstein. Er hat sein Büro unmittelbar neben dem Hohen Tor in Allenstein. Ratsuchende Besucher sind bei ihm jederzeit willkommen. Umrahmt wurde das Seminar mit einer Ausstellung schönster Masurenaquarelle von Gerhard Wydra. Bei seinem Resümee konnte Seminarleiter Gerd Bandilla den vielfachen Wunsch auf Wiederholung eines solchen Seminars entgegennehmen.

Referierten vor aufmerksamem Publikum: Gerd Bandilla (l.) und Dr. Andreas Kossert
 
     
     
 
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