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Garantiert gute Geschäfte

 
     
 
Noch 1999 hatten die Medien die drei Jahre zuvor von Investoren aus dem Umfeld der Bündnisgrünen gegründete "Ökobank" als "Primus" unter den "ethisch-ökologischen" Investoren bezeichnet und vor unseriösen Kreditvergaben mit allzu laxen Kreditvergaberichtlinien gewarnt. Vier Jahre später hatte die "Ökobank" wegen der von ihr vergebenen Kredite selbst Probleme bekommen. Nicht jedes Ökogeschäft war auch ein gutes Geschäft. Die bereits 1974 gegründete genossenschaftliche "GLS-Bank" (Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken) hat 2003 die abgewirtschaftete "Ökobank" und ihre 24000 Kunden übernommen.

Das grüne Geschäft läuft heute anders. Die Ökopolitik sichert gute Geschäfte
. Besonders das unter Schröders rot-güner Regierung erlassene "Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien" (EEG) garantiert Gewinne. Alternativen Energieproduzenten gewährt das Gesetz die Abnahme der Windkraft-, Biogas- und Solarenergie zu festen Preisen - und das über einen Zeitraum von 20 Jahren ab Inbetriebnahme der Anlage. Auch dann, wenn andere Energiequellen wie etwa Kernenergie erheblich günstiger sind, genießt der Ökostrom Vorrang.

Die in Bochum sitzende "GLS-Bank" hat heute 52000 Kunden und ein Bilanzvolumen von 555,4 Millionen Euro. In rund 4000 kulturelle, soziale und ökologische Projekte hat man investiert. 2005 betrug das Investitionsvolumen in sogenannte "ethisch-ökologische" Projekte 318 Millionen Euro. Zu solchen Projekten zählen die Umstellung von konventionellen auf ökologischen Anbau, Biogas-Anlagen und die bundesweit aus dem Boden sprießenden Windmühlenparks. Nur nebenbei, aber damit wirbt man bei den grünen Kapitalisten gern und ausdrücklich, hat die "GLS-Bank" auch die Anschubfinanzierung für eine tibetisch-buddhistische Großveranstaltung in Hamburg übernommen.

Naturschutz - das wird so zunächst einmal jeder unterschreiben können - ist an sich eine gute Sache. Er ist aber, und da liegt der Hund begraben, keineswegs umsonst! Die "GLS-Bank" kann nur auf sozial machen, wenn sie verdient, wenn geliehenes Geld mit Zinsen zurückbezahlt wird und wenn Kapitalgeber ihr Geld auch wirklich zur Verfügung stellen. Das geht freilich nur mit den langfristigen Staatsgarantien und mit staatlichen Subventionen für die Ökoprojekte im Rücken.

Die genossenschaftliche Bank wirbt etwa mit einem ethisch-ökologischen Fonds, in dem der kapitalkräftige Kunde ab 2000 Euro investieren und dafür mit Zinsen von durchschnittlich vier Prozent per anno rechnen kann. Das geht problemlos, denn der Fondsverwalter hat das Geld unter anderem kräftig in Windenergie-Parks, Biogas- und Solaranlagen investiert, und die haben ja ihre Abnahmegarantien und Zuschüsse. Kurz - Bank und Investoren stehen wirtschaftlich solide da und gehen keine Risiken ein. Des Fondsanlegers Freud ist des Steuerzahlers Leid, denn der finanziert die Alternativenergie an der Tankstelle über die Ökosteuer und die Pflichtbeimischung des motorenschädigenden Rapsöls sowie beim kommunalen Strom- und Gasanbieter über den Ökoabschlag.

Was diese Ökopolitik kostet: Wer im Vorjahr einen Euro für Energie (Sprit, Strom und Gas) bezahlt hat, der hat nur für 60 Cent tatsächlich Energie verbraucht, so Verbraucherminister Horst Seehofer. Die anderen 40 Cent sind in die deutsche Subventionslandschaft geflossen, an der die Ökofonds an den marktwirtschaftlichen Risiken vorbei verdienen. Der Kreis schließt sich. Die Stein- und Braunkohle wird zwar wie früher auch die Erforschung der Nuklearenergie subventioniert, aber die Produzenten werben wenigstens nicht mit einer vermeintlich höheren Moral. Nicht alles, was als ökologisch wertvoll betrachtet wird, ist a
 
     
     
 
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