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Gemeinde Heinrichswalde

 
     
 
Im vergangenen Jahr hat die evangelisch-lutherische Gemeinde der Rußlanddeutschen in Königsberg ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Jetzt ziehen andere nach. Gewiß wird nicht jede der vielen kleinen Gemeinden das zehnjährige Bestehen zum Anlaß für eine Feier nehmen - die große Gemeinde von Heinrichswalde schon. Und die Feierlichkeiten am 12. Mai waren eine große Sache. Eine Besonderheit dieser Gemeinde ist allein schon, daß sowohl die Gründung vor zehn Jahren als auch der Gottesdienst
jetzt in der Kirche durchgeführt werden konnten. Zwar sieht die Kirche innen noch lange nicht so aus wie man sich eine Kirche vorstellt, doch ist ein ordentlicher Altar vorhanden und die rund zweihundert Gäste fanden alle einen Sitzplatz.

Im Mittelpunkt der Feier stand Edith Fetingene, die sich vom ersten Tage an um alle Belange der Gemeinde gekümmert hat und es sich trotz angeschlagener Gesundheit nicht nehmen ließ, von Ragnit, wo sie seit einiger Zeit bei ihrer Tochter lebt, nach Heinrichswalde zu kommen. Am Namen ist zu erkennen, daß sie mit einem Litauer verheiratet war. Ihr Mädchenname ist Kroll.

Bemerkenswert an dem Fest war auch die Vielfalt der Gäste. Da war die Partnergemeinde aus dem schleswig-holsteinischen Karby mit ihrem Pfarrer Krumbeck, der zusammen mit dem Ortspfarrer, Istvan Thuranszky, den Gottesdienst hielt; da kam aus Köln eine Tochter des letzten Heinrichswalder Pfarrers. Aus der Diakoniegemeinschaft Puschendorf, die in Heinrichswalde ein Kinderheim unterhält, kamen zwei Schwestern, eine davon eine Rußlanddeutsche aus Kasachstan, die den Gruß auf russisch vorlas. Aus Ragnit kam der orthodoxe Pfarrer der Auslandskirche, der vor zehn Jahren das Nutzungsrecht an der Kirche hatte und sowohl den Katholiken als auch den Lutheranern die Mitbenutzung der Kirche gestattete. Aus Korbach kam ein Vertreter des Rotary-Clubs, der sich in Heinrichswalde engagiert, ebenso wie ein Vertreter der Fördergemeinschaft aus Volkmarsen. Die lutherischen Nachbargemeinden waren ebenso vertreten wie protestantische Freikirchen aus der Nachbarschaft: Methodisten, Mennoniten, Pfingstler. Die Kreisgemeinschaft Elchniederung grüßte schriftlich. Thomas Müller aus Karby wurde erwähnt, der sich um den Ausbau des Gemeindehauses verdient gemacht hat.

Nach dem Mittagessen für alle Gäste in einer benachbarten Schule trafen sich die Besucher des Festes wieder in der Kirche zu einem vielgestaltigen Konzert: Der Flötenkreis der Gemeinde Königsberg trat auf, der Chor der Gemeinde Heinrichswalde, Kinder der Gemeinde Kreuzingen, zwei Mädchen aus der Baptistengemeinde Hohenbruch, Pfingstler aus Seckenburg, ein Posaunenchor aus Litauen, ein Ensemble des Kulturhauses in Heinrichswalde sowie Lehrerinnen und Lehrer der Musikschule in Heinreichswalde und nicht zuletzt Kinder, die an eben dieser Musikschule ausgebildet werden. Es war ein fröhlicher und festlicher Tag für alle, die das Glück hatten, dabei sein zu können. Kurt Beye
 
     
     
 
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