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Otium

 
     
 
Ein wichtiger Begriff der römischen Kultur, dessen Etymologie unsicher ist und dessen Negation negotium (Aktivität) seine Bedeutung auch nicht weiter erhellt. Die Bedeutung von otium reicht von einer äußerst schlechten (’Faulheit’, ’Nichtstun’) bis zu einer sehr positiven (’Besinnung’, ’Grübeln’).

Es ist denn auch das otium, in das der Mensch, der von den täglichen Geschäften befreit ist, verfällt. Es ist eine Art, man selbst zu sein, also eine schwierige Kunst. Für die einen bedeutet es somit Müßiggang und Untätigkeit; für die anderen individuelle Selbstgestaltung; für andere wiederum aber leichtes Leben und Genuß. Doch wird der Begriff auch im Sinne von wissenschaftlicher Betätigung, Nachsinnen, Selbstbesinnung, literarischer und philosophischer Beschäftigung verwendet. Vor allem seit dem 2. Jh. v.Chr. wurde otium zusehends mit einer Freizeit gleichgesetzt, die fernab den Verpflichtungen für den Staat lag und sich der Ausbildung von Geist und Seele widmete.
 
     
     
 
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