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Paläosarden

 
     
 
Die Paläosarden waren die Einwohner Sardiniens, die seit dem Zeitraum von 10 000 v. Chr. bis zum Beginn der Römerzeit als Urbevölkerung und als altmediterrane, vor-indoeuropäische Stämme nachweisbar sind. Die ohnehin schriftlose Sprache dieser stein-und bronzezeitlichen Inselbewohner ist nur noch in Namen für Landschaftsformen, Pflanzen und Tiere fassbar. Die erste Phase der Kulturentwicklung ist durch weibliche Idole gekennzeichnet. Diese Idole treten im 5. und 4. Jahrtausend v. Chr. auf und werden gefolgt von Megalithbauten besonderer Art, die als Nuraghen bekannt sind und Rundbauten darstellen, die nur auf Sardinien anzutreffen sind. Die Anfänge dieser Groß steinbauten liegen um 1800 v. Chr. und reichen bis etwa 500 v. Chr. Begleitet werden diese Bauten jedoch von Skulpturen aus Bronze, von denen mehr als 1500 gefunden wurden. Obwohl an den Küsten Sardiniens schon um 1000 v. Chr. die Phönizier Stützpunkte errichteten, wurden von diesen rein kaufmännischen und seestrategischen Unternehmungen die Paläosarden im Inland kaum berührt. Erst die Römer veränderten die Lage dann im 3. vorchristlichen Jahrhundert. In einem eine ganze Generation währenden Kampf um die Insel siegten die Römer schließlich 215 v. Chr. in der Schlacht von Cornus und gliederten Sardinien als Kolonie in ihr expandierendes Imperium ein. Die Romanisierung der Insel war dann allerdings ein mehrere Jahrhunderte dauernder Prozess, der dann erst durch die Christianisierung zum Abschluss gebracht wurde. Aus dem Latein, das damals auf der Insel gesprochen wurde, hat sich das heute gesprochene Sardische entwickelt.
 
     
     
 
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