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Renovierung

 
     
 
Auf Anregung des russischen Kultusministers lief im Frühjahr dieses Jahres im "Veteranensaal" des Zentralmuseums des Großen Vaterländischen Krieges auf der "Poklonnaja Gora" in Moskau eine auf den neusten Stand gebrachte Fotodokumentation über den Wiederaufbau des Königsberger Doms. Auf 70 großen Tafeln mit rund 300 teils großformatigen Farbfotos
konnte den Moskauern, nicht zuletzt auch den Beamten des Kulturministeriums selbst, erstmals die wichtigsten Phasen der komplizierten Arbeiten an einem historischen Bau vor Augen geführt werden. Die von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland finanziell geförderte und von amtlichen russischen Stellen unterstützte Ausstellung wird im Herbst auch in Warschau gezeigt.

Die Eröffnung durch den Museumsdirektor, General Kotjar, die für Museen und Denkmalpflege im russischen Kulturministerium zuständige Abteilungsleiterin und Nikolaus Ehlert vom Förderverein Königsberg e. V. fand statt in Anwesenheit des Leiters der Kulturabteilung der deutschen Botschaft, Ulf Hanel, und des Militärattachés Jörg Steinberg. In allen Ansprachen wurde mit Nachdruck die Notwendigkeit einer Sicherung und sinnvollen Nutzung aller Kulturdenkmale herausgestellt, wofür der Königsberger Dom ein exzellentes Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit sei. Bedenkt man, daß noch vor wenigen Jahren die Neigung vorherrschte, alle deutschen Bauten in Ostdeutschland abzureißen oder verfallen zu lassen, weil sie als Fremdkörper empfunden wurden, oder um die Erinnerung an die deutschen Wurzeln auszulöschen, so bedeutet die Aufforderung zu dieser Ausstellung durch das russische Kulturministerium die Bestätigung einer seit einiger Zeit zu beobachtenden Wende im Denken der russischen Stellen.

Im Vorfeld dieser Ausstellung fanden im Kultusministerium mit den Leitern der entsprechenden Abteilungen intensive Gespräche über den Wiederaufbau kultureller Denkmale insbesondere der notleidenden deutschen Objekte statt. Der Förderverein Königsberg e. V. hat seit der Aufnahme seiner Arbeit immer wieder auf die Bedeutung der deutschen Denkmale für die Zukunft des Königsberger Gebietes hingewiesen. Die Stadt könnte mit seinen erhaltenen Toren, Bastionen, Forts und zahlreichen Zivilbauten zu einer der kulturell und touristisch interessantesten Städte im Ostseeraum werden.

In den sechs Jahren seit Beginn der Arbeiten erwies sich der auf der Moskauer Ausstellung besonders ausführlich dokumentierte Wiederaufbau als ausgesprochene Erfolgsgeschichte. Finanziell zunächst auf russische Mittel angewiesen, erhielt der Dom seit 1993 rund 600 000 Mark Zuwendungen der Bundesrepublik Deutschland für die Sicherung der Statik, die vollständige Sanierung der Epitaphien, die grundlegende Renovierung des Kant-Mausoleums. Der Dom ist heute unbestritten nicht nur optischer, sondern vor allem geistiger und kultureller Mittelpunkt von Königsberg. N. E.

 

 
     
     
 
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