A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
     
 
     
 

Für Sie entdeckt

 
     
 
Gemeinsame Friedhofspflege

Lyck – Im Rahmen eines deutsch-polnischen Jugendprojektes des Landesverbandes Brandenburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. arbeiteten Jugendliche aus der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland
gemeinsam auf Soldatengräbern des Ersten Weltkrieges in Masuren. Untergebracht war die 40 Mann starke Gruppe in einer Jugendherberge in Lyck. Von dort aus machten sich die Jugendlichen jeden Morgen auf zu den Friedhöfen nach Heldenfelde, Borschimmen und Grabnick, um die dort befindlichen deutschen und russischen Soldatengräber zu pflegen.

Während der Friedhof in Grabnick in relativ gutem Zustand war, war von denen in Heldenfelde und Borschimmen anfangs nicht viel zu sehen. Jahrelange Nichtbeachtung hatte aus ihnen kleine Urwälder gemacht. Die Jugendlichen hatten ordentlich damit zu tun, das meterhohe Gras zu mähen, die Zäune auszubessern, die Grabsteine zu putzen und neu zu beschriften sowie neue Wege anzulegen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und alle waren zu Recht stolz auf die geleistete Arbeit.

Doch die gemeinsamen zwei Wochen bestanden natürlich nicht nur aus Arbeit. Zusammen unternahm die Gruppe zahlreiche Ausflüge, ging Kanu fahren, besuchte die Städte Marienburg, Danzig und Allenstein. Besonders imponierend war die Besichtigung der Kirche „Heilige Linde“. Die gemeinsame Zeit ließ die Gruppe immer stärker zusammenwachsen, und so wurde der Abschiedsabend am Wasserturm mit der „Deutsche Minderheit“ zu einem rauschenden Fest, bei dem ausgelassen gesungen und getanzt wurde. Die Abfahrt des deutschen Teils der Gruppe am nächsten Morgen wurde von vielen Tränen begleitet und dem Versprechen, sich im nächsten Jahr wieder zu treffen. Binnen nur zwei Wochen waren aus Fremden Freunde geworden.

Es war das erste Projekt des Landesverbandes Brandenburg in Masuren, und auch für den erfahrenen Leiter Silvio Fränkel war es ein Novum, eine echte Herausforderung. Besonders reizte ihn die unberührte Natur der masurischen Wälder und Seen sowie der Gedanke, etwas ganz Neues aufzubauen. Daß es gleich im ersten Jahr ein derart umwerfender Erfolg werden würde, hatte er wohl selbst nicht geglaubt. Dem Motto des Volksbundes („Arbeit für den Frieden“) hätte das Projekt gerechter nicht werden können, und auch er freut sich schon auf ein Wiedersehen mit den neu gewonnenen polnischen Freunden im nächsten Jahr. Markus Naser

 

Neuer Generalkonsul

Königsberg – Viktoras Baublis ist zum Generalkonsul Litauens in Königsberg ernannt worden. Er löst Vitautas Zalis ab, der zuvor über mehrere Jahre dieses Amt bekleidet hatte. Ahnlich wie der ehemalige deutsche Generalkonsul Cornelius Sommer ist auch Baublis vor seiner Generalkonsulatszeit bereits Botschafter gewesen. In dieser Funktion war er von 1994 bis 1998 in Weißrußland und ab 2001 in der Ukraine tätig gewesen. Dazwischen hatte er in Wilna den Rat für die Zusammenarbeit mit dem Königsberger Gebiet geleitet.
 
     
     
 
Diese Seite als Bookmark speichern:
 
     
     
     

     
 

Weitere empfehlenswerte Seiten:

Heißen wie bei den Preußen

Glücklicher Irrtum

Wir schaffen das schon

 
 
Erhalten:
 

 

   
 
 
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
WISSEN48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2010 All rights reserved. Wissensarchiv