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Hilfe für Menschen in Not

 
     
 
Ein Vierteljahrhundert im Dienste der Menschen und der Hilfe für die Bedürftigen, so lassen sich die letzten 25 Jahre Ostdeutschlandhilfe umschreiben. Dieses Jubiläum des in Tötensen ansässigen Vereins ist Grund genug für die Vorsitzende Gisela Peitsch, einmal Bilanz zu ziehen.

Pro Jahr nimmt die Ostdeutschlandhilfe rund 100.000 DM Spenden ein. Gisela Peitsch: „Wir sind dafür sehr dankbar. Jede Mark fließt in das Hilfswerk. Und wir danken allen unseren Helfern, die uns seit vielen Jahren die Treue gehalten haben.“ Während noch vor wenigen Jahren die Hilfe oft in Form von Kleidung, Lebensmitteln und Sachspenden erfolgte, ist es in der heutigen Zeit effektiver, den Bedürftigen gezielt Geldbeträge zur Verfügung zu stellen. Gisela Peitsch: „Polen hat sich gut rausgemacht, aber die Landbevölkerung
leidet oft noch Not. Vor allem die Alten. Es fehlt häufig Geld für Kohlen, für Holz, für Medikamente. Da springen wir dann ein.“ Traditionell steht für die Ostdeutschlandhilfe der enge Kontakt zu den Menschen im Vordergrund, die mit Spenden bedacht werden. Die 71jährige Gründerin: „Seit der Wende herrscht die Marktwirtschaft. In der Folge sind die Mieten gestiegen. Und es gibt eine höhere Arbeitslosigkeit. Besonders betroffen von der Not sind die Alten deutscher Herkunft. Sie tragen bis heute die Folgen des verlorenen Krieges.“

Gisela Peitsch und ihr Mann Helmut waren seit der Öffnung des Eisernen Vorhanges regelmäßig in den ostdeutschen Gebieten, um dort die Hilfe direkt an den Empfänger zu bringen. Nach wie vor verwaltet G. Peitsch rund 350 Adressen von deutschen Familien in Ostdeutschland. Außerdem wurden fast 3.000 Patenschaften vermittelt. „An jeder Adresse hängen an die zehn Personen, denn die Großfamilie ist noch sehr verbreitet“, so Frau Peitsch. Sie garantiert auch eine individuelle Betreuung der Menschen, die sich mittlerweile in 30.000 Briefen für die Hilfe bedankten.

In den 25 Jahren wurden mehr als eine Million Mark an Geldspenden sowie Sachspenden im Wert von fünf Millionen Mark eingesammelt. Es wurden rund 21.000 Pakete gepackt und auf den Weg gebracht - das sind insgesamt fast 245 Tonnen -, mehrere Großtransporte organisiert, fünf Container, unter anderem mit 40 Tonnen medizinischem Gerät, nach Königsberg verschifft. Eine Besonderheit bei all den Spenden ist die Kuh für eine rußlanddeutsche Familie im Königsberger Gebiet, als Existenzgrundlage, dieses Tier hat inzwischen gekalbt.

Für ihr persönliches und großes Engagement wurde sie Anfang der 80er Jahre vom damaligen Bundespräsidenten Carl Carstens mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dieser fand auch persönliche Worte des Lobes für ihre Tätigkeit.

Nun, nach den langen Jahren des Helfens, ist es Gisela Peitsch, großes Anliegen einen würdigen „Erben“ zu finden: „Ich suche einen engagierten Nachfolger und hoffe, daß die große Not der Menschen in unserer Heimat bald ein Ende findet.“ Sfm

Kistenweise Lebensmittel: Gisela Peitsch sammelt seit über einem Vierteljahrhundert für bedürftige Menschen in Ostdeutschland.

Doppelte Freude: Diese gespendete Kuh beschenkte ihre neuen Besitzer sogleich, indem sie ein kleines Kälbchen bekam. Fotos (2): Peitsch

 
     
     
 
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