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Durch spätere dokumentarische Veröffentlichungen erlitt der Nimbus Stalins als eine konsequenten Verfechters der Einheit Deutschlands einige Einbußen. Winston Churchill, de versuchte, den negativen Eindruck zu verwischen, den seine ursprüngliche Haltung zu Einheit Deutschlands auf die europäische Öffentlichkeit hervorgerufen hatte, zitierte zu B. in seinen 1950 erschienenen Memoiren folgende Stelle aus dem Bericht des britische Außenministers
, Anthony Eden, über die Verhandlungen, die im Dezember 1941 mit de sowjetischen Führung in Moskau stattgefunden hatten: "In meiner ersten Unterredun mit Stalin und Molotow am 16. Dezember ließ sich Stalin mit einiger Ausführlichkei über die von ihm als richtig betrachteten Nachkriegsgrenzen in Europa aus sowie über die Behandlung, die Deutschland widerfahren sollte. Er schlägt die Wiederherstellun Österreichs als unabhängigen Staat vor, die Loslösung des Rheinlandes von Preußen als unabhängigen Staat oder als Protektorat und eventuell die Bildung eines selbstständige Bayerns. Ostdeutschland soll an Polen abgetreten und das Sudetenland an die Tschechoslowake zurückgegeben werden."

In einem 1961 in den USA veröffentlichten Sammelband über die Teheraner Konferenz der die amerikanische Variante der Gesprächsniederschriften enthält, gibt es einig Hinweise darauf, daß Stalin auf die englisch-amerikanischen Vorschläge für die Aufteilung Deutschlands reagierte und dabei dem empfohlenen Vorgehen zustimmte. I Sammelband über die Potsdamer Konferenz, der ebenfalls die amerikanische Version de Gesprächsniederschriften enthält, befindet sich eine Notiz von G. Elsey, Adjutant de Stabschefs des Oberbefehlshabers der amerikanischen Streitkräfte, Admiral William D Leahy. Die Notiz enthält eine Information von Winston Churchill über die Ergebnisse de britisch-sowjetischen Treffens, das im Oktober 1944 in Moskau stattgefunden hatte Entsprechend dieser Information habe Stalin im Gespräch mit dem britischen Außenministe Anthony Eden die Schaffung eines süddeutschen Bundes mit Wien als Hauptstadt, die Abtrennung des Ruhr- und des Saargebiets von Preußen und die Bildung eines Separatstaate im Rheinland befürwortet.

In der sowjetischen Version der protokollierten offiziellen Verhandlungen de "Großen Drei" ist die Haltung der sowjetischen Delegation etwas ander wiedergegeben als in der amerikanischen Fassung. Entsprechend der Niederschrift de Teheraner Gespräche warf Stalin die Frage der Aufteilung Deutschlands nicht auf und ga auch nicht zu erkennen, ob er eine Lösung in der Variante Churchills oder in der Variant Roosevelts präferierte. Auf die Frage Churchills: "Bevorzugt Marschall Stalin ei zerstückeltes Europa?", folgte eine ganz andere Antwort als in der amerikanische Fassung: "Was heißt hier Europa? Ich weiß nicht, ob es nötig ist, vier, fünf ode sechs selbständige deutsche Staaten zu schaffen. Diese Frage muß diskutiert werden. Abe mir ist klar, daß es unnötig ist, neue Bünde zu schaffen." Das war eine eindeuti kritische Reaktion auf die Idee Churchills, einen Donaubund zusammen mit einem geeinte Süddeutschland zu bilden.

Da diese und jene Dokumente in der Zeit des Kalten Krieges veröffentlicht wurden, in der die Bundesrepublik Deutschland Mitglied der NATO wurde, kann nicht ausgeschlosse werden, daß Manipulationen an ihnen vorgenommen wurden, um die Haltung der Sowjetunion in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Trotzdem lassen sich beide Positione logisch rekonstruieren. Michail Gorbatschow
 
     
     
 
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