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Architekturbericht

 
     
 
Der Vorsitzende der Stadtentwicklungsbehörde des Königsberger Gebiets, Pustowgarow, zog in einer Betrachtung der zurückliegenden 55 Jahre russischer Bautätigkeit Bilanz: Nachdem während der ersten Periode bis etwa Anfang der 60er Jahre der Wiederaufbau der zerstörten Stadt und die Schaffung von Wohnraum im Vordergrund gestanden hätten, seien durch die seit Mitte der 70er Jahre einsetzende „schemenhafte“ Stadtplanung Individualität
und Besonderheiten ganzer Stadtteile verlorengegangen. Mit der Zeit habe sich hieraus die Forderung nach ausdrucksvoller Architektur entwickelt, und man habe mit der Rekonstruktion von Vorkriegsgebäuden begonnen. Daneben seien auch Neubauten mit eigener Architektur entstanden. Erst 1999 habe sich die Regierung in Form einer Verordnung für die Durchführung von Maßnahmen zur Förderung einer individuellen Architektur eingesetzt. Denn die Architektur sei wie ein Spiegel, so der Vorsitzende der Behörde, der den sozialen und ökonomischen Zustand eines Staates widerspiegele. 


Landstriche isoliert

Angesichts des Bestrebens vieler Politiker des Königsberger Gebiets, daß die Region ein Bestandteil der Europäischen Union werde, erscheint es paradox, ganze Landstriche von der Zivilisation abzutrennen. So wurde die bereits im Jahre 1873 von den Deutschen erbaute Bahnlinie von Insterburg nach Gerdauen stillgelegt, weil sie den örtlichen Verantwortlichen nicht rentabel erschien. Die einzige öffentliche Verkehrsanbindung besteht in einem einmal täglich verkehrenden Omnibus. Die Infrastruktur des Kreises Friedland besteht aus einem Friseur, einem Zahnarzt, einem Schuster und einem Bekleidungsgeschäft. Die Stillegung der Bahnlinie wird über kurz oder lang zum Absterben des Landkreises Friedland führen. Es gibt keine funktionierende Kanalisation, Wasser muß wie im Mittelalter am Brunnen geholt werden; im Fernsehen sind nur zwei Programme zu empfangen. Verzweifelte Gesuche an Gouverneur Jegorow blieben bislang ungehört. Aus dieser ausweglosen Situation sehen die Bewohner des Kreises Friedland nur zwei Auswege: zu überleben oder auszusterben.


Luftverbesserung

Schadstoffmessungen der Umweltbehörde in Königsberg haben ergeben, daß der Ausstoß schädlicher Stoffe in die Atmosphäre 2000 gegenüber dem Vorjahr um 7.000 Tonnen verringert werden konnte. Ein Grund hierfür soll die Abschaltung veralteter Heizkessel sowie die Einführung moderner europäischer Technik im Bereich technologischer Prozesse sein. Ein großes Problem für die Umweltverschmutzung stellt laut einem Bericht der Umweltbehörde der Schadstoffausstoß des Autoverkehrs dar. Hier sei es auf lange Frist gesehen notwendig, für regelmäßige technische Untersuchungen von Privatautos und Lastverkehr zu sorgen und die Ausstattung von Personenkraftwagen mit Katalysatoren zu fördern. Daneben sei es empfehlenswert, bei großen Straßen die Haltepunkte an Ampeln und Fußgängerüberwegen zu reduzieren, weil damit eine Begrenzung der schädlichen Abgase zu erreichen sei. Auf regionaler und staatlicher Ebene wird an die Erhebung von Strafen für übermäßigen Schadstoffausstoß gedacht.

 
     
     
 
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