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Neuerscheinung zur Albertina

Königsberg - Kurt U. Bertrams hat im Hildener WJK Verlag eine 178 Seiten starke und 19.90 Euro teure Anthologie mit dem Titel "Als Student in Königsberg - Erinnerungen bekannter Korporierter" herausgegeben.

Dort ist unter anderem nachzulesen, wie der ostdeutsche Dichter Ernst Wiechert mit Abscheu über einen Besuch einer studentischen Kneipe und des Mensurbodens berichtet und abschließend seinen Ausflug ins Königsberger Korporationsleben mit den Worten kommentiert: "Ich wußte nun für alle Zeit, wohin ich nicht gehörte, ohne allerdings erfahren zu haben, wohin ich gehörte."

Anders dagegen urteilte Hermann Sudermann, der sich bei der Freundeskreis Littuania aktiv meldete. Der Dramatiker gehörte nicht zu den faulsten Studenten, aber der Mensurboden lag ihm wohl näher am Herzen. "Dieser oder jener mußte lernen. Nun gut, er lernte", meint Sudermann in erster Linie über sich selbst. "Aber nicht fünf Minuten länger, nicht einen Bruchteil innerer Anteilnahme mehr, als unbedingt notwendig war. Dann kehrten seine Gedanken sofort zu der Heimstätte seiner Sehnsucht, seiner Begeisterung, seines eigentlichen Lebenswertes zurück, und dies war nichts anderes als - die Mensur."

Die beiden Schriftsteller sind nur eine Auswahl von mehreren Personen - unter denen Wiechert freilich der einzige Nichtkorporierte bleibt -, die uns einige Zeilen über ihre Zeit an der Königsberger Albertina hinterlassen haben. Die Auswahl der Erzählenden ist durchaus launig. Nicht alle Autoren sind so bekannt wie vom Herausgeber
erstrebt. Die persönlichen Schilderungen konkretisieren die der Sammlung vorangestellte Königsberger Korporationsgeschichte, weshalb ein reichhaltiger Bilderbogen die studentischen Erinnerungen auch noch besser in Szene gesetzt hätte.

Dennoch: Kurt Ulrich Bertrams hat mit "Als Student in Königsberg - Erinnerungen bekannter Korporierter" eine verdienstvolle kleine Anthologie zum Königsberger Korporationsleben publiziert. B. K.

 

Kreisbauaufsicht mischt sich ein

Rastenburg - Adam Supel, Woiwode von Ermland und Masuren, hat den Bürgermeister von Rastenburg-Land Slawomir Jarosik darüber in Kenntnis gesetzt, daß die Kreisbauaufsicht die Beseitigung des umstrittenen Bismarck-Obelisken verfügt habe. Der Bürgermeister hat die Entscheidung der Bauaufsicht zur Kenntnis genommen, will aber, wie er sagt, erst einmal den Eingang des offiziellen Schreibens abwarten. Für den Notfall hat er schon vorgesorgt. So wies er darauf hin, daß sich bei ihm bereits Personen gemeldet hätten, die das Denkmal auf ihr eigenes Privatgrundstück versetzen wollten. Pawel Lulewicz, der Pressesprecher des Woiwoden, stellte währenddessen klar, daß sein Vorgesetzter keine rechtliche Handhabe habe, zu entscheiden, ob der Stein nun wegkommt oder nicht. Die Gegner des Obelisken hoffen, daß der Bürgermeister, nachdem er die Genehmigung zum Aufstellen des Obelisken erteilt hat, nun auch die Entscheidung zur Beseitigung des Denkmals trifft.
 
     
     
 
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