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Gedenken:

 
     
 
Zu Recht empört sich die Öffentlichkeit, wenn ein jüdisches Gotteshaus ode jüdische Gräber geschändet werden. Vom Bundespräsidenten bis zum Redakteur de unscheinbarsten Lokalblättchens werden diese Untaten angeprangert. Allerdings scheint e die Repräsentanten unseres Staates ebenso wenig wie die meisten Medienvertreter zu stören, wenn Gedenkstätten für unsere Gefallenen Objekt ungezügelten Hasse linksextremer Chaoten werden. So wurde am 6. Oktober zum wiederholten Mal das "76e Denkmal" am Hamburger Stephansplatz mit der aus linken Kreisen sattsam bekannte Parole "Deutschland verrecke" besudelt. Besonders das Wort des Arbeiterdichter Heinrich Lersch, "Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen", erreg die Wut des Mobs. Was ist das bloß für ein Land, das seine Söhne in Kriege schickt, si als Mörder beschimpfen läßt und sich nicht darum schert, wenn ihre Ehrenmale vo nichtswürdigen Elementen geschändet werden?!

Wer lediglich Gräber und Gedenkstätten von Juden unter staatlichen Schutz nimmt, abe zuläßt, daß Gedenkstätten für die gefallenen Soldaten
geschändet werden, offenbar eine Gesinnung, die vom Ungeist geprägt ist. Wer jetzt um der political correctnes willen lediglich die einst Verfolgten als schützens- und ehrenwert herausstreicht, abe diesen Schutz Soldaten versagt, die für dieses Land ihr Leben gelassen haben, erweis sich als Gesinnungsgenosse des Ungeistes.

Am Volkstrauertag, der 1952 zum Gedächtnis der Opfer beider Weltkriege und de Nationalsozialismus – nicht des Faschismus, den gab es in unserem Lande nicht – gesetzlich verankert wurde, erinnern wir uns daran, daß Millionen Söhne und Töchte unsere Volkes auf dem Schlachtfeld, als Opfer des Bombenterrors oder ungezügelte Rachsucht der Sieger ihr Leben verloren. Gewiß zogen vor allem viele junge Menschen in Glauben an ihnen vorgegaukelte Ideale in den Kampf. Jedoch auch die Wissenden, die da Unrechtssystem durchschaut hatten, sahen keine Alternative zur bitteren Pflichterfüllung "wie das Gesetz es befahl". Wir haben zahllose Beispiele heroischen Einsatze für Kameraden und – vor allem in den letzten Kriegsmonaten – zur Rettun unschuldiger Menschen vor der ungezügelten Rachsucht der Sieger. Auf sie alle trifft da Wort des Herrn zu, das kein Geringerer als Papst Johannes Paul II. bei eine Gedächtnisgottesdienst für die Gefallenen auf einem Soldatenfriedhof zitierte "Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt ..."

Als im Dezember 1989 das sowjetische Ehrenmal für die im Kampf um Berlin gefallene Rotarmisten mit Hakenkreuzen und antisowjetischen Parolen beschmiert wurde, rief die Nachfolgepartei der SED zu einer Massenkundgebung vor diesem Ehremal auf, an der etwa 20 000 Menschen teilnahmen. Hat man je von einer ähnlichen Aktion anläßlich der Schändun deutscher Gefallenenehrenmale gehört? Lothar Groppe


 
     
     
 
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