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Feuerwehrauto für Göttchendorf

 
     
 
Für Bürgermeister Bogdan Pobiarzyn muß es wie Weihnachten gewesen sein. In der Lutherstadt Wittenberg wurde dem Bürgermeister aus Göttchendorf, Kreis Pr. Holland und zwei seiner Feuerwehrleute ein Tanklöschfahrzeug übergeben. Das 35 Jahre alte Fahrzeug, ein Mercedes, ist bislang rund 55000 Kilometer gefahren und leistete zuletzt bei der Freiwilligen Feuerwehr in Apollensdorf noch seine Dienste.

Es ist bereits das zweite Feuerwehrfahrzeug, das von der Lutherstadt aus in die Republik Polen
vermittelt wurde. Schon im Juni 2001 war ein Fahrzeug nach Schmauch gebracht worden, vermittelt hat damals wie jetzt der Braunsdorfer Feuerwehrmann Horst Heck, ein gebürtiger Ostpreuße. Und gebraucht wird das Auto. "Wir haben bisher einen Mercedes wie diesen hier, zwei große und vier kleinere polnische Fahrzeuge und das Auto, das 2001 übergeben wurde", zählte Pobiarzyn auf. Die Verwaltungsgemeinschaft Göttchendorf besteht aus 29 Dörfern und hat etwa 3600 Einwohner.

Vor allem der Allradantrieb dürfte die Feuerwehrleute freuen, denn es gibt viel Wald und die meisten Straßen sind unbefestigt. Neben dem Auto, das eine eingebaute Pumpe und einen 2000-Liter-Wassertank hat, wurden den polnischen Gästen Schneeketten für das Fahrzeug, Schläuche, Steckleitern, mehrere Strahlrohre, wasserführende Armaturen, 20 Feuerwehrhelme und Sicherheitsgurte überlassen. "Ich freue mich, wenn es auch ein altes, aber funktionsfähiges Fahrzeug ist, dieses übergeben zu können", sagte Knut Stephan, Hauptsachbearbeiter Brand- und Katastrophenschutz der Stadt in Vertretung von Oberbürgermeister Eckhard Naumann bei der Schlüsselübergabe. "Es hat viele Jahre gute Dienste geleistet, aber ich habe nicht mehr so viele alte Kameraden, die es fahren können", scherzte er. Er verband dies mit guten Wünschen, daß die Kameraden immer gesund vom Einsatz zurückkehren mögen. Zum Dank erhielt er von Pobiarzyn unter anderem eine polnische Feuerwehrmütze und einen Goldhelm, den er zur Freude der Anwesenden aufsetzte. Die polnische Feuerwehrleute erhielten sogleich eine Einweisung am Fahrzeug. Zudem stand eine Besichtigung des Empl-Fahrzeugwerkes bei Elster auf dem Programm, bevor ein gemütliches Beisammensein am Abend in Braunsdorf den Besuch beendete. "Wir fahren mit der Reinsdorfer Jugendwehr zum Gegenbesuch nach Polen", ließ deren Oberbürgermeister, der stellvertretende Braunsdorfer Wehrleiter Reinhard Rauschning, bereits wissen.

Schenker und Beschenkte mit einer Dolmetscherin vor dem Präsent: Teresa Potrapekuk, der Chef der Feuerwache in Wittenberg, Kurt Stephan, der Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Göttchendorf, Bogdan Pobiarzyn, sowie der gebürtige Ostpreuße Horst Heck, der das Fahrzeug beschafft und die Übergabe organisiert hat (von links nach rechts)
 
     
     
 
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