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Weltweite Informationen

 
     
 
USA: Die meisten sind Deutsche

Nach einer Untersuchung des "Weltverbandes Deutschsprachiger Journalisten" (WDJ) sind die Deutschen die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe in den USA. Mit rund 60 Millionen gibt es mehr Deutschstämmige als US-Bürger irischer oder britischer Herkunft, wie eine Volkszählung 1990 ergeben habe. Sechs Millionen von ihnen sprechen demnach noch deutsch oder verfügen über Deutschkenntnisse. Die erste deutsche Zeitung sei bereits 1732 gegründet worden, die US-Unabhängigkeitserklärung 1776 sei zu allererst in einer deutschen Zeitung, dem Pennsylvanischen Staatsboten, veröffentlicht worden. Heute gebe es noch etwa 300 deutschsprachige Publikationen in den USA, so der WDJ.

 

Die Mauer brennt

Der Kölner Christof Blaesius will in einer spektakulären Aktion die Berliner Mauer
zur Fußball-WM 2006 auf einer Länge von 46 Kilometern symbolisch wieder aufbauen. Künstler sollen sie bemalen, Videoinstallationen und themenbezogene Tanzaufführungen werden das Ereignis begleiten. Am Ende soll die "Mauer" von beiden Seiten her in 80 Minuten abbrennen. Hubertus Knabe von der Gedenkstätte Hohenschönhausen unterstützt die Aktion.

 

Benimm-Kurse an Schulen beginnen

Der saarländische Bildungsminister Jürgen Schreier (CDU) hat erstmals Benimm-Unterricht auf den Lehrplan seines Bundeslandes gesetzt. An einer Bremer Schule hat der Unterricht in angemessenem Verhalten bereits begonnen. Grundregeln wie Begrüßung, Danke und Bitte, Essen mit Besteck und ähnliches stehen auf dem Programm, da die Kenntnisse hierüber offenbar bei vielen verlorengegangen sind. Die Vorsitzende der linken "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft" (GEW), Eva-Marie Stange, hat den Benimm-Unterricht unterdessen scharf kritisiert. Auch der Saar-Chef der Jugendorganisation der Grünen, Christian Klein, ist dagegen. "Uns ist eine freche, kritische und aufmüpfige Jugend lieber", so Klein.

 

Kongo: Ein Erfolg?

Der Außenpolitik-Sprecher der CDU, Friedbert Pflüger, hat den vor wenigen Tagen beendeten EU-Truppen-Einsatz im Kongo als Erfolg bezeichnet. Unter französischer Führung hatten auch deutsche Soldaten in der Region versucht, einen seit Jahren schwelenden und von den Nachbarn Uganda und Ruanda massiv angeheizten Bürgerkrieg zu beenden. Den beiden Nachbarländern sei deutlich gemacht worden, daß es die EU ernst meine. Nun müsse abgewartet werden, ob der erreichte friedlichere Zustand im September Bestand habe, so Pflüger. Unterdessen haben die Kämpfe kurz nach Abzug der EU wieder an Schärfe gewonnen. Ruandas Präsident Kagame wurde vergangene Woche mit 86 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
 
     
     
 
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